Alte weiße Männer und ihre Kriege: Machtbesessenheit statt Menschlichkeit
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Das Muster: Alte Männer schicken junge Menschen in den Tod
Es ist ein Muster, das sich durch die Geschichte zieht wie ein roter Faden des Grauens: Alte, machtbesessene Männer – meist weiß, meist privilegiert, meist aus der herrschenden Klasse – treffen Entscheidungen über Krieg und Frieden. Sie sitzen in klimatisierten Büros, in Palästen und Bunkern, weit weg von den Schlachtfeldern, während junge Menschen – oft aus der Arbeiter*innenklasse, oft People of Color, oft ohne andere Perspektiven – in den Tod geschickt werden.
Familien werden auseinandergerissen. Ganze Regionen werden in Schutt und Asche gelegt. Millionen Menschen werden zu Geflüchteten, die dann an den Grenzen Europas und der USA abgewiesen werden – von denselben Ländern, die ihre Heimat zerstört haben.
Die zynische Ironie: Diejenigen, die am lautesten nach Krieg rufen, sind meist diejenigen, die nie selbst kämpfen müssen. Ihre Kinder studieren in Oxford oder Harvard, während die Kinder der Armen in Uniform sterben.
Aktuelle Beispiele: Iran, Palästina und die imperialistische Logik
Iran: Säbelrasseln zwischen imperialistischen Mächten
Die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen – insbesondere den USA und Israel – sind ein Lehrstück in imperialistischer Machtpolitik. Auf beiden Seiten sitzen alte Männer, die ihre geopolitischen Schachspiele auf dem Rücken der Bevölkerung austragen.
Die westliche Seite: US-Präsidenten, israelische Premierminister, europäische Regierungschefs – meist alte weiße Männer, die von "Demokratie" und "Menschenrechten" sprechen, während sie Waffenexporte genehmigen, Sanktionen verhängen und Militärschläge planen.
Die iranische Seite: Religiöse Hardliner und Revolutionsgarden-Generäle, die ihre eigene Bevölkerung unterdrücken und gleichzeitig den "Widerstand gegen den Imperialismus" predigen – während sie Stellvertreterkriege in Syrien, Jemen und Libanon führen.
Die Realität: Sanktionen treffen nicht die Machthaber – die haben Offshore-Konten und Zugang zu allem. Sanktionen treffen die einfachen Menschen: keine Medikamente, keine Lebensmittel, keine Zukunft. Militärschläge töten nicht die Generäle – die sitzen in gesicherten Bunkern. Militärschläge töten Kinder, Frauen, Familien, die einfach nur leben wollten.
Unsere Solidarität gilt: Den iranischen Feminist*innen, die gegen das Regime kämpfen. Den Kriegsdienstverweiger*innen auf allen Seiten. Den Menschen, die unter Sanktionen leiden. Nicht den Machthabern – egal welcher Seite.
Palästina: Siedlerkolonialismus und Widerstand
Der Konflikt in Palästina ist kein "komplizierter Konflikt zwischen zwei gleichberechtigten Seiten" – es ist ein Lehrstück in Siedlerkolonialismus, militärischer Besatzung und systematischer Unterdrückung.
Die Täter: Alte Männer in Tel Aviv und Washington treffen Entscheidungen über Landraub, Siedlungsbau, Checkpoints, Mauern und militärische Gewalt. Sie sprechen von "Sicherheit" und "Selbstverteidigung", während sie eine der modernsten Armeen der Welt gegen eine besetzte, enteignete Bevölkerung einsetzen.
Die Opfer: Palästinensische Familien, die seit Generationen vertrieben werden. Kinder, die in Gaza unter Blockade aufwachsen – ohne Zukunft, ohne Hoffnung. Bäuer*innen, deren Olivenhaine von Siedler*innen abgefackelt werden. Fischer*innen, die beschossen werden, wenn sie zu weit aufs Meer hinausfahren.
Die Heuchelei: Westliche Regierungen, die von "Menschenrechten" sprechen, während sie Waffen an Israel liefern. Deutsche Politiker*innen, die "Staatsräson" predigen, während palästinensische Kinder sterben. US-Präsidenten, die "Friedensprozesse" versprechen, während sie Siedlungen finanzieren.
Aber auch: Arabische Diktatoren, die den palästinensischen Kampf instrumentalisieren, während sie ihre eigene Bevölkerung unterdrücken. Hamas-Führer, die in Katar im Luxus leben, während die Menschen in Gaza leiden.
Unsere Solidarität gilt: Den Palästinenser*innen, die unter Besatzung leben. Den israelischen Kriegsdienstverweiger*innen, die sich dem Militärdienst verweigern. Den Aktivist*innen auf beiden Seiten, die für Frieden und Gerechtigkeit kämpfen. Nicht den Machthabern – egal welcher Seite.
Das globale Muster: Imperialismus und Waffenhandel
Diese Kriege sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis eines Systems, das auf Ausbeutung, Dominanz und Profit basiert:
- Waffenkonzerne verdienen Milliarden an jedem Konflikt – egal wer stirbt
- Öl- und Gaskonzerne sichern sich Ressourcen durch Krieg und Besatzung
- Geopolitische Mächte kämpfen um Einflusssphären – auf Kosten der Bevölkerung
- Nationalistische Regime nutzen Krieg, um von inneren Problemen abzulenken
Und immer sind es alte Männer, die entscheiden. Immer sind es junge Menschen und Zivilist*innen, die sterben.
Die Psychologie der Kriegstreiber: Macht, Ego, Gewalt
Machtbesessenheit statt Empathie
Was treibt diese Männer an? Psycholog*innen und Sozialwissenschaftler*innen haben klare Antworten:
- Narzissmus: Das pathologische Bedürfnis, als "starker Führer" wahrgenommen zu werden. Kompromisse gelten als Schwäche, Gewalt als Stärke.
- Machtrausch: Die Faszination, über Leben und Tod entscheiden zu können. Die ultimative Form der Kontrolle.
- Fehlende Empathie: Die Unfähigkeit (oder Unwilligkeit), das Leid anderer Menschen zu fühlen. Tote werden zu "Kollateralschäden", Kinder zu "Statistiken".
- Historische Verklärung: Die romantisierte Vorstellung von Krieg als "heroisch", "notwendig", "unvermeidbar" – während sie selbst nie im Schützengraben standen.
- Klassenverachtung: Die Überzeugung, dass das Leben von Armen, von People of Color, von "den Anderen" weniger wert ist.
Diese Männer haben nie selbst im Schützengraben gestanden. Sie haben nie ein Kind in den Armen gehalten, das durch eine Bombe verstümmelt wurde. Sie haben nie eine Mutter gesehen, die um ihr totes Kind weint. Sie haben nie in einem Flüchtlingslager gelebt, nie Hunger gelitten, nie alles verloren.
Und genau deshalb können sie so leicht über Krieg entscheiden.
Das Patriarchat des Krieges: Toxische Männlichkeit als Staatsräson
Es ist kein Zufall, dass die allermeisten Kriegstreiber Männer sind. Krieg ist tief verwurzelt in patriarchalen Strukturen und toxischer Männlichkeit:
- "Stärke" wird mit Gewalt gleichgesetzt: Ein "echter Mann" verhandelt nicht, er schlägt zu. Diplomatie gilt als "weiblich", Krieg als "männlich".
- Hierarchie und Dominanz: Macht wird durch Unterwerfung anderer demonstriert – ob im Büro, in der Familie oder auf dem Schlachtfeld.
- Emotionale Kälte als Ideal: Empathie, Mitgefühl, Zweifel werden als "Schwäche" abgetan. "Harte Entscheidungen" werden glorifiziert.
- Militarismus als Männlichkeitsritual: Armeen als Orte, wo "Jungs zu Männern" werden – durch Gewalt, Gehorsam, Entmenschlichung.
Studien zeigen: Länder mit mehr Frauen in Führungspositionen führen seltener Kriege. Länder mit stärkerer Geschlechtergerechtigkeit investieren mehr in Bildung und Gesundheit statt in Militär. Das ist kein Zufall – es ist das Ergebnis unterschiedlicher Sozialisierung und Machtstrukturen.
Aber Achtung: Es geht nicht darum, Frauen zu idealisieren. Auch Frauen können Kriegstreiber*innen sein (siehe Thatcher, Clinton, Merkel bei Waffenexporten). Es geht um die Überwindung patriarchaler Strukturen – egal wer sie reproduziert.
Die Opfer: Immer die Gleichen, immer die Ausgebeuteten
Während alte Männer in Palästen und Bunkern sitzen, sterben:
Junge Soldat*innen – Kanonenfutter des Kapitals
Die meisten Soldat*innen kommen aus der Arbeiter*innenklasse. Sie gehen zur Armee, weil:
- Sie keine andere Perspektive haben – keine Jobs, keine Ausbildung, keine Zukunft
- Sie von Propaganda geblendet werden – "Ehre", "Vaterland", "Freiheit"
- Sie Geld für Studium oder Familie brauchen – die Armee als einziger Ausweg aus der Armut
Sie sterben für die Interessen von Konzernen, für geopolitische Machtspiele, für die Egos alter Männer. Und wenn sie überleben, kommen sie traumatisiert zurück – mit PTBS, ohne Unterstützung, oft obdachlos.
Zivilist*innen – die unsichtbaren Opfer
90% der Kriegsopfer sind heute Zivilist*innen. Kinder, Frauen, alte Menschen, die einfach nur leben wollten:
- Kinder, die auf dem Weg zur Schule von Drohnen getötet werden
- Frauen, die bei der Geburt sterben, weil Krankenhäuser bombardiert wurden
- Alte Menschen, die verhungern, weil Infrastruktur zerstört wurde
- Familien, die bei "Kollateralschäden" ausgelöscht werden
Ihre Namen kennen wir nicht. Ihre Geschichten werden nicht erzählt. Sie sind "Statistiken" in Berichten, die niemand liest.
Geflüchtete – die Konsequenzen imperialistischer Politik
Millionen Menschen fliehen vor Kriegen – Kriegen, die oft von westlichen Mächten angezettelt oder befeuert wurden:
- Syrien: Zerstört durch Bürgerkrieg, Stellvertreterkriege und westliche Interventionen
- Afghanistan: 20 Jahre NATO-Besatzung, dann Rückzug und Chaos
- Irak: "Befreit" durch US-Invasion, zerstört durch Krieg und ISIS
- Jemen: Bombardiert von Saudi-Arabien mit westlichen Waffen
- Palästina: Vertrieben seit 75 Jahren, in Lagern ohne Rechte
Und wenn sie an europäischen Grenzen ankommen? Sie werden abgewiesen, eingesperrt, ertrinken im Mittelmeer. Von denselben Ländern, die ihre Heimat zerstört haben.
Die Machthaber? Sie bleiben unversehrt. Sie verlieren keine Kinder, keine Häuser, keine Zukunft. Sie sitzen in ihren Palästen und planen den nächsten Krieg.
Widerstand: Was können wir tun?
1. Kriegstreiber beim Namen nennen – keine Heldenverehrung
Wir müssen aufhören, Kriegstreiber als "starke Führer" zu verklären. Sie sind keine Helden – sie sind Verbrecher, die Menschenleben für Macht und Profit opfern.
Konkret:
- Nennt sie beim Namen: Netanyahu, Biden, Putin, Chamenei, MBS – Kriegsverbrecher, nicht "Staatsmänner"
- Entlarvt ihre Propaganda: "Sicherheit", "Verteidigung", "Freiheit" sind Euphemismen für Krieg und Ausbeutung
- Fordert Konsequenzen: Internationale Strafgerichtshöfe, Sanktionen gegen Kriegsverbrecher*innen, nicht gegen Bevölkerungen
2. Antimilitarismus leben – Krieg ist keine Lösung
Krieg ist keine Lösung. Nie. Wir müssen Militarismus in all seinen Formen ablehnen:
Keine Waffenexporte – nirgendwohin
- Deutschland ist der viertgrößte Waffenexporteur der Welt
- Deutsche Waffen töten in Jemen, Palästina, Türkei/Kurdistan
- Waffenkonzerne wie Rheinmetall, Heckler & Koch, Krauss-Maffei verdienen Milliarden am Tod
- Forderung: Komplettes Verbot von Waffenexporten, Konversion der Rüstungsindustrie
Keine Glorifizierung von Militär
- Keine Bundeswehr-Werbung an Schulen und Jobcentern
- Keine "Heldenverehrung" für Soldat*innen – sie sind Opfer und Täter*innen zugleich
- Keine Militärparaden, keine Kriegsdenkmäler ohne kritische Einordnung
Keine "humanitären Interventionen"
- Jeder Krieg wird als "humanitär" verkauft – von Vietnam bis Irak
- Echte Hilfe bedeutet: Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, Aufnahme von Geflüchteten
- Nicht: Bomben, Besatzung, Regime Change
3. Solidarität mit den Unterdrückten und Angegriffenen
Unsere Solidarität gilt immer den Opfern, nie den Täter*innen:
- Palästinenser*innen unter israelischer Besatzung – für Freiheit, Gerechtigkeit, Rückkehrrecht
- Kurd*innen in der Türkei, Syrien, Irak, Iran – gegen Unterdrückung und Genozid
- Jemenit*innen unter saudischen Bomben – gegen Krieg und Hunger
- Geflüchtete an allen Grenzen – für offene Grenzen und sichere Fluchtwege
- Kriegsdienstverweiger*innen auf allen Seiten – gegen Zwangsrekrutierung und Militarismus
- Feminist*innen im Iran, Afghanistan, Saudi-Arabien – gegen Patriarchat und Diktatur
Konkret unterstützen:
- Sea Watch, Sea-Eye, SOS Méditerranée: Seenotrettung im Mittelmeer
- Ärzte ohne Grenzen: Medizinische Hilfe in Kriegsgebieten
- Amnesty International, Human Rights Watch: Dokumentation von Kriegsverbrechen
- Connection e.V.: Unterstützung für Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen
- Lokale Initiativen: Geflüchtetenhilfe, antirassistische Arbeit, Bildungsprojekte
4. Feministische Außenpolitik erkämpfen
Wir brauchen eine Außenpolitik, die auf Empathie, Diplomatie und Menschenrechten basiert – nicht auf Machtdemonstration und Waffengewalt:
- Abrüstung statt Aufrüstung: Keine 100 Milliarden für die Bundeswehr, sondern für Bildung, Gesundheit, Klimaschutz
- Diplomatie statt Drohnen: Verhandlungen, Vermittlung, Konfliktprävention
- Gerechtigkeit statt Geopolitik: Reparationen für Kolonialismus, faire Handelsbeziehungen, Schuldenerlass
- Menschenrechte statt Machtinteressen: Konsequente Sanktionen gegen alle Kriegsverbrecher*innen – nicht nur gegen die "Feinde"
Fazit: Genug ist genug – für eine Welt ohne Krieg
Wir haben genug von alten Männern, die Kriege anzetteln, die sie nie selbst kämpfen müssen. Genug von Machtbesessenheit, die Millionen Menschen das Leben kostet. Genug von einem System, das Gewalt über Menschlichkeit stellt, Profit über Leben, Macht über Gerechtigkeit.
Es ist Zeit für eine andere Welt:
- Eine Welt, in der Konflikte durch Dialog gelöst werden – nicht durch Bomben
- Eine Welt, in der Empathie wichtiger ist als Ego – und Menschenleben wichtiger als Macht
- Eine Welt, in der das Leben eines palästinensischen Kindes genauso viel zählt wie das eines israelischen, iranischen, amerikanischen oder deutschen Kindes
- Eine Welt, in der Ressourcen für Bildung, Gesundheit und Klimaschutz verwendet werden – nicht für Waffen und Krieg
- Eine Welt, in der Geflüchtete willkommen sind – statt im Mittelmeer zu ertrinken
- Eine Welt, in der Kriegsverbrecher*innen vor Gericht gestellt werden – egal welcher Nationalität
Krieg ist keine Naturgewalt. Krieg ist keine Unvermeidbarkeit. Krieg ist eine Entscheidung.
Eine Entscheidung von Menschen – meist alten Männern – die von dieser Gewalt profitieren. Und wir können uns dagegen entscheiden. Wir können Widerstand leisten. Wir können Solidarität leben.
Bei SoliWear stehen wir für:
- Frieden statt Krieg
- Solidarität statt Nationalismus
- Menschlichkeit statt Machtbesessenheit
- Gerechtigkeit statt Ausbeutung
- Leben statt Profit
Gegen Kriegstreiber – egal welcher Seite. Gegen Waffenexporte – egal wohin. Gegen Militarismus – in all seinen Formen. Gegen das Patriarchat des Todes.
Für eine Welt, in der kein Kind mehr durch Bomben stirbt. Für eine Welt, in der niemand mehr fliehen muss. Für eine Welt ohne Krieg.
Nie wieder Krieg. Immer Solidarität. Haltung zeigen – jeden Tag.